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“Mens sana in corpore sano” – Gesunder Geist in gesundem Körper. Umgelegt auf die Tierernährung könnte diese Redewendung abgeändert werden auf „ Gesunder Körper durch gesunden Verdauungstrakt“.
Die Aufgaben des Verdauungstraktes gehen mit seinen exokrinen, endokrinen und immunologischen Aufgaben weit über die reine Verdauungstätigkeit und Aufnahme von Nährstoffen hinaus. Darin liegt auch die zentrale Stellung der Darmgesundheit an der gesamten körperlichen Gesundheit und Leistungsbereitschaft von Nutztieren begründet.
Darmgesundheit von Nutztieren ist eng verbunden mit dem mikrobiellen Gleichgewicht der Darmflora. In den ersten Lebenstagen ist es Ziel, dieses Gleichgewicht erwünschter Mikroorganismen so rasch wie möglich aufzubauen und über die gesamte Nutzungsdauer entsprechend stabil zu halten. Darmpathogene Keime aus den Gattungen Escherichia, Clostridien, Lawsonia, Brachyspira, Salmonella stellen in der frühen Lebensphase, als auch in kritischen Phasen wie Futterwechsel eine Bedrohung für die Darmgesundheit dar.
Die Aufrechterhaltung einer gesunden, stabilen Darmflora und der Integrität der Darmschleimhaut gehören neben der optimalen Nährstoffversorgung zu den zentralen Aufgaben moderner Tierernährung. Durch diese neuen Aufgaben der Tierernährung steigt auch der Bedarf an neuen, funktionellen Futterzusatzstoffen, welche in der Lage sind, die Darmgesundheit durch unterschiedliche Wirkungsweisen zu unterstützen.