Fermentierung: Ein vielversprechender Prozess

Unter Fermentation versteht man die Umwandlung von organischen Stoffen mit Hilfe von Mikroorganismen und Enzymen. Ein bekanntes Beispiel dafür ist die Herstellung von Sauerkraut oder Buttermilch für die Humanernährung mit Hilfe von Milchsäurebakterien. Diese kommen auch bei der Fermentation von Schweinefutter zum Einsatz. Durch die Fermentation wird das Futter gewissermaßen vorverdaut. Das Tier benötigt beim fermentierten Futter deutlich weniger Energie für die Verdauung. Die Nährstoffe können zudem besser aufgenommen werden. Die gewonnene Energie kann dann in die Leistung des Schweines umgesetzt werden. Laut Herrn Wiest und des Herstellers der Fermentierungstechnik zeigen Auswertungen, dass eine um 0,3 Punkte bessere Futterverwertung die Futterkosten pro Schwein deutlich reduziert. Von der Fermentation profitiert nicht nur die Futterverwertung. Das Futter ist sehr schmackhaft, dies führt zu einer steigenden Futteraufnahme und somit zu höheren Zunahmen. Vielfach wird auch über einen positiven Effekt auf die Tiergesundheit berichtet. Das angesäuerte Futter und die probiotische Wirkung der Milchsäurebakterien im Darm spielen hier sicherlich eine Rolle.

Und dies benötigen Sie dazu

  • Eine Flüssigfutterungsanlage
  • Zwei säurefeste Fermenter mit Rührwerken, mit jeweils einem Fassungsvermögen für eine Tages­ration an Futter
  • Bakterienkulturen
  • Einen Tank für die Heiß- und Kaltwasserlagerung

So funktioniert es

Gerste, Weizen, Rapskuchen, eine Teilmenge an Soja und warmes Wasser (45°) werden mit Milchsäurebakterien gründlich vermischt.

Anschließend wird der Futterbrei in den Fermenter gepumpt und dort fermentiert bei einer gehaltenen Temperatur von ca. 39 °C. Nach 18-30 Stunden kommt die fermentierte Mischung zurück in den Anmischbehälter der Flüssigfütterung. Nun werden die restlichen Bestandteile wie BIOMIN Mineralfutter, die Restmenge an Soja und CCM beigemischt. Dann kann der fertige Futterbrei in die Tröge ausgebracht werden.

Nachdem Herr Wiest nun die Fermentierung ein halbes Jahr durchgeführt hat, stellte er sich die Frage, ob die Fermentierung einen Einfluss auf den nativen Vitamin E-Gehalt des Futters sowie auf die Mykotoxinbelastung ausübt.

Untersuchungen im BIOMIN-Labor haben diesbezüglich keine Veränderung festgestellt. Eine ausreichende Vitaminversorgung über das Mineralfutter ist nach wie vor eine der notwendigen Grundlagen für hohe Leistungen.

Im Rahmen des Mykotoxin-Risiko-Managements ist der Einsatz von Mycofix® unverzichtbar, um die Inaktivierung der Toxine zu gewährleisten.

Zusammenfassend ist die Umstellung der Futtermittelanmischung für Bernhardt Wiest sehr positiv ausgegangen und er würde sich jeder Zeit wieder für diese entscheiden: Zum Wohle des Tieres und zur Verbesserung der Lebensmittelqualität.

Vorteile auf einen Blick

  • Schmackhaftes Futter wirkt sich positiv auf die Futteraufnahme aus
  • Bessere Futterverwertung
  • Der Anteil von Rapsschrot in der Ration kann erhöht werden
  • Günstigere Rationen möglich
  • Futtersäuren können eingespart werden
  • Angesäuertes Futter hat ernährungsphysiologische Vorteile
  • Umsatzsteigerung durch bessere Produktionsergebnisse