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Mykotoxine sind hochgiftige sekundäre Stoffwechselprodukte von Schimmel, die hauptsächlich durch Fusarium, Aspergillus und Penicillium-Arten verursacht werden. Die am häufigsten und regelmäßig anzutreffenden Mykotoxine können in sechs große Kategorien eingeteilt werden: Aflatoxine, Zearalenon, Trichothecene, Ochratoxin, Fumonisine und Ergotalkaloide.
Mykotoxine können in allen Arten von Getreide und Futterpflanzen gefunden werden, die für Nahrung und Futtermittel produziert werden. Sie sammeln sich bei der Ernte auf dem Feld, während des Transports und bei unsachgemäßer Lagerung in der Nahrung und den Futtermitteln.
Die strukturellen, chemischen, biologischen und toxikologischen Eigenschaften von Mykotoxinen sind sehr unterschiedlich. Der Giftgehalt ist sehr variabel und hängt ab von der Aufnahmemenge, Dauer der Einwirkung, Tierart, Geschlecht, Alter, Rasse, physiologischer Zustand, Ernährungszustand, Umweltbedingungen (einschließlich Hygiene, Temperatur, Klimatisierung, Feuchtigkeit, Besatzdichte) sowie möglichen Synergien zwischen verschiedenen Mykotoxinen, die gleichzeitig in der Nahrung oder Futtermitteln vorhanden sind. Die wesentlichen toxischen Effekte sind Kanzerogenität, Genotoxizität, Teratogenität, Nephrotoxizität, Hepatoxizität, Fortpflanzungsstörungen und Immunsuppression.
Es gibt keine einfachen Antworten auf das Mykotoxin-Dilemma, da
Obwohl intensive Anstrengungen und vorbeugende Maßnahmen während der Wachstums-, Ernte- und Lagerungszeiten vorgenommen werden, ist die Wahrscheinlichkeit einer Mykotoxinkontamination sehr hoch. Daher sind nach der Ernte erfolgreiche Entgiftungsmaßnahmen sehr wichtig.
Der Zusatz adsorbierender Materialien zu den Tierfuttermitteln wird häufig angewandt, um Mykotoxikose und speziell Aflatoxikose zu vermeiden. Diese Verbindungen binden das Toxin während des Verdauungsprozesses im Verdauungstrakt, was zu einer Verringerung der Toxine führt, die vom Blutskreislauf absorbiert werden können. Eine wirksame Adsorption von Mykotoxinen erfordert, dass polare Gruppen des Adsorptionsmittels und der Mykotoxine in geeigneten Positionen zueinanderstehen, um sich aneinander zu binden. Aus diesem Grund können nur weinige Mykotoxine wirksam adsorbiert werden (z.B. Aflatoxine).
Die biologische Entgiftung der Mykotoxine durch Mikroorganismen und/oder Enzyme wird seit mehr als dreißig Jahren untersucht. Diese Verfahren stützen sich auf die Deaktivierung der Mykotoxine direkt im Verdauungstrakt und bieten eine sehr spezifische, nicht umkehrbare und wirkungsvolle Art der Entgiftung. Folglich müssen Mykotoxine, die gering oder nicht adsorbierbar sind, mit einer enzymatischen Deaktivierung behandelt werden und nur eine Kombination verschiedener Strategien verspricht, erfolgreich zu sein.