BIOMIN unterstützt FFoQSI Projekt

: Prof. Martin Wagner (Veterinärmedizinische Universität Wien), Dr. Gerd Schatzmayr (BIOMIN Research Center Tulln) Insgesamt 40 Unternehmen, davon 6 wissenschaftliche Partner und 34 Unternehmens-partner aus 5 Ländern beschreiten mit dem Projekt K1-Kompetenzzentrum für Forschung und Innovation im Futter- und Lebensmittelbereich (– kurz FFoQSI) einen neuen Weg in Österreich, nach dem Motto: „vom Erzeuger zum Verbraucher“.

Das Ziel des Projekts, das 8 Jahre dauern und ein Budget von sechzehn Millionen Euro für die ersten 4 Jahre zur Verfügung hat, ist es, die Nahrungs- und Futtermittelproduktion besser, sicherer und nachhaltiger zu machen und Innovationen durch anwendungsorientierte Grundlagenforschung voranzutreiben.

„FFoQSI wird ein einzigartiges Markenzeichen für die Integration der Lebensmittelkette in den verschiedenen Ländern Europas darstellen – besonders dort wo kleine und mittlere Lebensmittelversorgungsketten unerlässlich sind” sagte der FFoQSI Projekt-Koordinator Professor Martin Wagner von der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

Führende Forschung

„BIOMIN war eines der Unternehmen, das FFoQSI von Anfang an am tatkräftigsten unterstützt hat“, meinte Prof. Wagner.

„Als eine Schlüsselfigur bei der Entwicklung von innovativen Lösungen für die Futter- und Lebensmittelbranche sehen wir einen guten Grund darin, unsere umfangreichen Kompetenzen in Forschung & Entwicklung hier einzusetzen”, meinte Dr. Gerd Schatzmayr, Research Director am BIOMIN Forschungszentrum. „Dies gibt uns die Möglichkeit, unsere langjährigen F&E Partnerschaften mit führenden Institutionen in Österreich und im Ausland weiter auszubauen.“

BIOMIN wird an 3 verschiedenen Projekten teilnehmen, die sich mit dem Nachweis von Mykotoxinen, pflanzlichen Futterzusätzen und Antibiotikaresistenzen bei Tieren beschäftigen.

Mykotoxine

Dieses Projekt wird mit Prof. Krska vom Analytikzentrum des IFA-Tulln durchgeführt und hat zum Ziel, den Nachweis von Mykotoxinen und anderen Kontaminationen im Getreide zu verbessern, und baut auf der modernen Flüssigchromatographie mit Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS/MS)-Technologie auf.

„Hoch-entwickelte Multi-Mykotoxin-Methoden, wie z.B. das Spectrum 380®, können mehr als 400 Mykotoxine und Metaboliten auf einmal erkennen“, erklärte Dr. Schatzmayr. „Das hat uns einen großen Schritt weiter gebracht um ein besseres Verständnis potentieller Gesundheitsrisiken für Tier und Mensch zu erhalten. Basierend darauf wollen wir unsere innovativen Technologien zur Entgiftung von Mykotoxinen weiterentwickeln.”

Phytogenese

Das zweite Projekt befasst sich mit der Erforschung der Wirkung von Digestarom®, einem phytogenen Futterzusatz (PFA), auf die Darmgesundheit von Schweinen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Tierernährung, tierische Lebensmittel und Ernährungsphysiologie an der Universität für Bodenkultur, Wien (BOKU).

„Die Forschung hat bereits die entzündungshemmenden und darmbarriere schützenden Eigenschaften von natürlichen pflanzlichen Wirkstoffen gezeigt, die zur Verbesserung der Darmgesundheit führen “, meinte Dr. Schatzmayr. „Unser Ziel ist es, den Wirkmechanismus von phytogenen Futterzusätzen (PFAs) weiter zu erforschen.“

Antibiotika Resistenzen

Das dritte Projekt beschäftigt sich mit Antibiotikaresistenzen im Verdauungstrakt von Tieren. Im Mittelpunkt steht die nähere Erforschung des Resistoms – die Gesamtheit aller Antibiotika-Resistenzgene – im Verdauungstrakt von Geflügel und Schweinen, und wie es von Futterzusätzen beeinflusst wird.

„Seit mehreren Jahren forschen wir am Wirkmechanismus der Antibiotikaresistenzen mittels moderner Hochdurchsatz-Gensequenzierungen und bioinformatischer Auswertung“, erklärte Dr. Schatzmayr. „Erste Ergebnisse haben gezeigt, dass die Umstellung auf neue natürliche Futtermittelzusätze die Antibiotikaresistenzen verringern kann. Unser Ziel im Rahmen des FFoQSI ist es, einen besseren Einblick auf landwirtschaftlicher Ebene zu Erlangen.“

Über FFoQSI

Die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) hat das österreichische Kompetenzzentrum für Forschung und Innovation im Futter- und Lebensmittelbereich (Austrian Competence Centre for Feed and Food Quality, Safety and Innovation (FFoQSI)) sowie dessen Betrieb von 2017 bis 2021 als COMET (Competence Centers for Excellent Technologies)- Programminitiative genehmigt. Es umfasst 12 Projekte durchgeführt von 6 wissenschaftlichen Partnern und 34 Unternehmenspartnern aus 5 Ländern.

Das Engagement der Unternehmenspartner beinhaltet die Teilfinanzierung eines Kompetenzzentrums im Bereich der Agrarnahrungsmittelkettenforschung. Das K1 Kompetenzzentrum befindet sich in Tulln, in Niederösterreich und hat weitere Forschungsstandorte an der Universität für Bodenkultur, Wien (BOKU), der Veterinärmedizinischen Universität, Wien (Vetmeduni Wien) und der Fachhochschule Oberösterreich.

Bildtext: Prof. Martin Wagner (Veterinärmedizinische Universität Wien), Dr. Gerd Schatzmayr (BIOMIN Research Center Tulln) Fotocredit: ©BIOMIN, Getzersdorf