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BIOMIN Maisprojekt 2021

Das Maismonitoring 2021 dient österreichweit zur Feststellung der Mykotoxin Belastung im Mais in den verschiedene Verkaufsgebieten.

Martin Wieser

Die diesjährige Maisernte zeigt, dass die Mykotoxinwerte sehr stark zwischen den unterschiedlichen Anbaugebieten schwanken. Allgemein kann man sagen das die später geernteten Proben höhere Mykotoxinbelastungen aufweisen. 

Es wurden bisher 137 Proben aus ganz Österreich analysiert und ausgewertet.

Deoxynivalenol (DON)

Das Mykotoxin Deoxynivalenol (DON) gehört zur Gruppe der sogenannten Typ-B-Trichothecene. Hierbei handelt es sich um eine äußerst umfangreiche Gruppe von über 170 Mykotoxinen. Wie die meisten Mykotoxine ist auch DON äußerst stabil gegenüber Lagerung, technologischer Verarbeitung und der Einwirkung höherer Temperaturen. Häufige Auswirkungen von DON sind eine Störung der Darmbariere, des Immunsystems und der Proteinsynthese sowie vermindernde Futteraufnahme bis hin zum Erbrechen.

DON in der Maisernte 2021

Es wurden 136 Proben aus weiten Teilen Österreichs eingesendet und analysiert. Die meisten Proben stammen aus Niederösterreich gefolgt von Oberösterreich, der Steiermark, Kärnten und dem Burgenland. Die Deoxynivalenol (DON) Belastung der heurigen Ernte liegt in einem bedenklichen Außmas vor.
Bei fast 70% der eingesendeten Proben wurde DON nachgewiesen, die Nachweißgrenze dafür liegt bei 200 μg/kg und liegt damit schon in einem bedenklichen Bereich für Zuchtsauen und Ferkel. Der Durchschnitt der heurigen Ernte liegt aber weit höher und zwar bei 882 μg/kg DON. Der Höchstwert wurde im Bezirk Amstetten (NÖ) gemessen mit einer DON- Belastung von 4900 μg/kg.

Zearalenon (ZEN)

Zuchttiere vor allem Zuchtsauen reagieren sehr empfindlich auf Zearalenon (ZEN), was insbesondere ihre Fruchtbarkeit massiv beeinträchtigen kann. Die negativen Effekte sind auf die Wechselwirkung von ZEN und seinen Metaboliten mit Östrogenrezeptoren zurückzuführen. Effekte des Östrogens werden simuliert (Hyperöstrogenismus) und das natürliche hormonelle Gleichgewicht wird gestört. Dies kann unter anderem zu Umrauschen, zu Aborten, zu kleinen Würfen und zu Totgeburten führen. Beim weiblichen Schwein sind die typischen äußeren Anzeichen des ZEN-bedingten Hyperöstrogenismus Schwellung und Rötung der Vulva.

ZEN in der Maisernte 2021

In knapp dreiviertel aller Proben wurde ZEN nachgewiesen, hierbei ist die Nachweisgrenzen deutlich niedriger als bei DON und liegt bei nur 20 μg/kg. Jedoch ist auch die Schadenschwelle signifikant niedriger. Bei ZEN spricht man ab einem Gehalt von 40 μg/kg von einem kritischen Wert für Zuchtsauen. Im Durchschnitt hat eine Maisprobe 151 μg/kg ZEN und liegt damit schon klar über dem kritischen Mykotoxingehalten für Zuchtsauen. Der höchst gemessene Wert stammt aus Amstetten (NÖ) mit einer ZEN-Belastung von 1670 μg/kg.

Fumonisine (FUM):

Die Auswirkungen von Aflatoxinen sind vielfältig. Die Aufnahme von hohen Konzentrationen kann sogar zum Tod führen. Die größte wirtschaftliche Bedeutung liegt jedoch in der verminderten Fortpflanzungs- und Leistungsfähigkeit, der Unterdrückung des Immunsystems und in den verschiedenen pathologischen Auswirkungen auf Organe und Gewebe. Aflatoxine werden auch teilweise von Kühen im Pansen umgewandelt und aus einem Umwandlungsprodukt entsteht in der Leber Aflatoxin M1. Dieses ist immer noch toxisch und im Organismus verfügbar und kann in die produzierte Milch übertragen werden, desshalb gilt diesem Mykotoxin die wohl größte Aufmerksamkeit in der Milchproduktion.

FUM in der Maisernte 2021

Fumonisine wurden in knapp 40% der Proben nachgewiesen. Die durchschnittliche Belastung liegt hier bei etwa 650 μg/kg FUM. Der Höchstwert bei Fumunisinen wurde im Bezirk St. Pölten Land festgehalten mit einer Belastung von 2030 μg/kg FUM.

Lösungen:

Mycofix® bindet die verschiedenen Mykotoxine, wandelt sie durch spezielle Enzyme in ungiftige und umweltverträgliche Stoffe um und wirkt den schädlichen Effekten entgegen. Es bietet daher einen nahezu perfekten Schutz gegen Mykotoxine. Der Einsatz von Mycofix®  bildet die Grundlage für ein unschädliches Futter für langlebige Tiere mit optimalen Leistungen.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Mycofix® wird durch 7 EU-Zulassungen für Mykotoxin deaktivierende Substanzen belegt.

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Mykotoxin Monitoring in den verschiedenen Bundesländern

Kärnten:

Es wurden 8 Maisproben aus Kärnten untersucht die im Zeitraum zwischen 10. Oktober und 2. November geerntet wurden.
Im Durchschnitt waren 545 μg/kg Deoxinivalenol (DON) im Mais nachweisbar, der Höchstwert bei DON in Kärnten lag bei 1090 μg/kg, nur eine der sieben Proben liegt unter der Nachweisgrenze von 200 μg/kg.
Beim Zearalenon (ZEN) waren alle Proben über der Nachweisgrenze von 200 μg/kg und die durchschnittliche Belastung liegt bei 167 μg/kg ZEN, allerdings hebt hier ein Ausreißer mit 657 μg/kg ZEN den Durchschnitt an.
Fumonisine (FUM) wurden in drei der acht Proben nachgewiesen, mit durchschnittlich 600 μg/kg FUM. Der Höchstwert liegt hier bei 899 μg/kg und wurde im Bezirk Klagenfurt-Land nachgewiesen.

 

Steiermark:

Es wurden 26 Maisproben aus der Steriermark eingesendet. Die Proben wurden in einem Zeitraum zwischen 25. September und 6. November geerntet.
Beim Deoxinvalenol (DON) sind über 65% der Proben über der Nachweißgrenze mit einer druchschnittlichen Belastung von 747 μg/kg DON. Der höchste Wert der in der Steiermark gemessen wurde liegt bei 3290 μg/kg DON und stammt aus dem Bezirk Leibnitz.
In knapp der hälfte aller Maisproben aus der Steiermark konnte Zearalenon (ZEN) nachgewiesen werden. Die durchschnittliche Zearalenon (ZEN) Belastung liegt bei 64,5 μg/kg, mit einem Maximum Wert von 137 μg/kg ZEN aus dem Bezirk Hartberg/Fürstenfeld.
Fumonisine (FUM) wurden in zwei von drei Proben aus der Steiermark nachgewiesen. Der höchste gemessene Wert bei FUM liegt bei 2130 μg/kg und stammt aus dem Bezirk Leibnitz. Im durchschnitt sind die Proben mit 750 μg/kg FUM belastet.

Niederösterreich:

Insgesamt wurden uns 60 Proben aus ganz Niederösterreich zugesendet. Die Ernte der eingesendeten Proben fand zwischen 28. September und 22. November statt.
In über 75% der eingesendeten Proben wurde Deoxynivalenol (DON) nachgewiesen, im Schnitt ist der niederösterreichische Mais mit 994 μg/kg DON belastet. Der höchst gemessene Wert beträgt 4900 μg/kg DON und wurde im Bezirk Amstetten nachgewiesen.
Zearalenon (ZEN) wurde sogar in über 80% der Proben aus Niederösterreich nachgewiesen. Im durchschnitt enthält eine Maisprobe aus Niederösterreich 194 μg/kg ZEN. Der Höchstwert beträgt hier 1670 μg/kg und wurde ebenfalls im Raum Amstetten gemessen.
Fast die Hälfte aller Proben ist nachweislich mit Fumonisine (FUM) belastet. Durchschnittlich enthält eine Probe knapp 600 μg/kg FUM. Die Probe mit der stärksten FUM belastung stammt aus dem Bezirk St. Pölten Land, diese Probe weißt eine Belastung von 2030 μg/kg FUM auf.

Oberösterreich:

Es wurden 39 Maisproben aus Oberösterreich eingesendet. Die Proben wurden zwischen 3. Oktober und 22. November geerntet. 
In über der hälfte aller Proben aus Oberösterreich wurde Deoxynivalenol (DON) nachgewiesen mit einer durchschnittlichen Belastung von 654 μg/kg DON. Der höchst gemessene Wert stammt aus dem Bezirk Ried im Innkreis mit einer DON Belastung von 1640 μg/kg.
Zearalenon (ZEN) wurde in über 75% der Maisproben aus Oberösterreich nachgewiesen. Im Durchschnitt enthält hier eine Probe knapp 90 μg/kg ZEN. Der höchst gemessene Wert stammt aus dem Bezirk Kirchdorf mit einer Zearalenon Konzentration von 290 μg/kg.
Fumonisine (FUM) wurden in lediglich 3 Proben nachgewiesen mit einer durchschnittlichen Belastung von 330 μg/kg.

Burgenland:

Leider wurden uns aus dem Burgenland lediglich 3 Proben eingesendet, somit sind die daraus resultierenden Daten eher wenig representativ. Die eingesendeten Proben wurden zwischen 28. September und 5. November geerntet.
In 2 der 3 Proben wurde Deoxynivalenol (DON) nachgewiesen, im Durchschnitt mit 1400 μg/kg, wobei eine der Proben ganze 2360 μg/kg DON beinhaltet, diese stammt aus dem Bezirk Jennersdorf.
Zearalenon (ZEN) wurde nur in einer Probe nachgewiesen mit einer Belastung von 47 μg/kg.
Fuminisine (FUM) wurde ebenso nur in einer Probe nachgewiesen und dies mit einer Konzentration von 1250 μg/kg FUM.

 

Lösungen:

Mycofix® bindet die verschiedenen Mykotoxine, wandelt sie durch spezielle Enzyme in ungiftige und umweltverträgliche Stoffe um und wirkt den schädlichen Effekten entgegen. Es bietet daher einen nahezu perfekten Schutz gegen Mykotoxine. Der Einsatz von Mycofix®  bildet die Grundlage für ein unschädliches Futter für langlebige Tiere mit optimalen Leistungen.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Mycofix® wird durch 7 EU-Zulassungen für Mykotoxin deaktivierende Substanzen belegt.

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