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Aborte

Ursachen und Abhilfemaßnahmen für Aborte bei Schweinen.

Es ist allgemein anerkannt, dass etwa 2% der Schwangerschaften von Sauen mit Aborten enden. In diesen Fällen muss eine Untersuchung durchgeführt werden um Verursacher zu identifizieren, die von Umweltfaktoren wie Hitzestress bis zu ernährungsbedingten Faktoren wie Toxinen reichen können.

Ursachen

Im Herbst kann es aufgrund des Verblassens des Tageslichts zu einem natürlichen Anstieg der Aborte kommen, der jedoch sporadisch bleiben sollte. Dem kann durch ein kluges Lichtmanagement in Bezug auf Zeit und Intensität ziemlich gut entgegengewirkt werden.

In einigen Fällen resultieren Aborte aus dem Verbrauch von Trinkwasser, das mit Hefen oder anderen Bakterien kontaminiert ist. In anderen Fällen resultieren sie aus einer zu geringen Wasseraufnahme während der frühen Trächtigkeit.

Wenn der Ausbruch der Aborte dramatisch ist und es eine große Anzahl von Sauen in der Herde betrifft, ist es wahrscheinlich, dass eine Infektionskrankheit in die Herde eindringt (siehe Tabelle). Sauen weisen häufig Fieber auf.

PRRS-Aborte treten hauptsächlich während der letzten Schwangerschaftsperiode auf. In großen Betrieben ist ein Anstieg der Abortenrate möglicherweise schwieriger zu beobachten, obwohl Hinweise auf einen Rückgang der Futteraufnahme und des Futtergewichts zusammen vorliegen können.

Mykotoxine

Mykotoxine in Schweinefutter können ebenfalls ein Erreger sein. Aflatoxine, Desoxynivalenol, Fumonisine, Zearalenon (ZEN) und Mutterkornalkaloide können bei Fruchtbarkeitsproblemen und Abrrüchen von Trächtigkeiten eine wichtige Rolle spielen. Der Verzehr von Futtermitteln mit hohem ZEN-Gehalt durch schwangere Sauen, insbesondere während der frühen Trächtigkeit, kann zu kleineren Würfen und einer Mumifizierung der Schweineföten führen.

Zwischen dem 7. und 10. Trächtigkeitstag sind die kritischsten Tage mit einer hohen Rate an embryonalen Todesfällen. Wenn das Futter während der gesamten Trächtigkeit geringe bis mittlere Mengen an ZEN enthält, führt dies zu kleineren Föten und großen Gewichtsschwankungen von Ferkel des gleichen Wurfs. Darüber hinaus kann ZEN auch zu Totgeburten und Neugeborenensterblichkeit führen. Im schlimmsten Fall kann es zum Tod des gesamten Wurfes führen. Es gibt Hinweise darauf, dass eine ZEN-Vergiftung mit Spreizern zusammenhängt. Eine Verringerung der Futteraufnahme bzw. eine Futterverweigerung wirken sich selbstlimitierend auf die Mykotoxikose aus.

Tabelle 1. Differentialdiagnose der Aborte bei Schweinen Quelle: BIOMIN
Mögliche UrsacheChecklisteKorrekturmaßnahme
Mykotoxine
  • Zearalenon, Deoxynivalenol, Aflatoxine, Ergotalkaloide, Fumonisine

▢ Positive Rohstoffe (ELISA) oder Fertigfutter (HPLC)

▢ Herkunft der kontaminierten Rohstoffe

 

▢ Rohstoffe und Futter prüfen

▢ Hygiene der Futter- und Wasserleitung

▢ Verwenden Sie Mycofi mit einer geeigneten Einmischrate

Krankheitserreger

Virus:

  • Afrikanische Schweinepest, klassische Schweinepest, Maul- und Klauenseuche, PRRS, PCV Typ 2, Parvovirus, Influenza A-Virus

 

Bakterien:

  • Actinobacillus spp., Brucella suis, Erysipelothrix rhusiopathiae, Lawsonia intracellularis, Listeria monoytogenes, Leptospira spp., Salmonella spp., Streptococcus spp., Staphylococcus spp.

▢ Epidemiologie

▢ Symptomatik

▢ Autopsie

▢ Bakterienkultur

▢ Histopathologie

▢ PCR

▢ ELISA

▢ Immunhistochemie (IHC)

▢ Biosicherheit

▢ Impfung

▢ Antibiotika

Andere
  • Hohe Umgebungstemperatur
  • Entwurf, besonders im Herbst
  • Wassermangel

▢ Raumtemperatur prüfen

▢ Überprüfen Sie den Wasserfluss direkt nach der Fütterungszeit

▢ Temperaturbereich: 10-21 ° C.

▢ Wasserdurchfluss 1,0-1,2 Liter /min (min. 8 Liter /Tag)

Lösungen

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